Sie werden sich sicher gleich entscheiden, ob Sie weiterlesen werden oder nicht. Wollen Sie erfahren, warum Kreativität für Ihre Organisation gefährlich ist? Warum Sie mehr improvisieren sollten? Wenn Sie mehr über spielerisches Lernen erfahren möchten, dann lesen Sie einfach weiter. Aber vielleicht wollten Sie ja auch ganz woanders hin? Vielleicht zum Blog?
Sie werden wieder spielen!
Was wir noch im Kindergarten konnten, haben wir verlernt.
Was bringt uns dazu, Regeln zu hinterfragen?
Was hält uns davon ab, wirklich kreativ zu sein?Kreativtät ist Kommunikation ist Lernen.
Lernen ist ein Teamspiel. Spielen ist Intuition in Aktion.
Spielerische Intuition = Improvisation.Wenn unsere Welt immer schneller wird, wir immer mehr Informationen zur Verfügung haben, wir immer mehr Möglichkeiten haben, unser Leben zu gestalten, so sind unsere Grenzen der rationalen Verarbeitung schnell erreicht. Entscheidungen müssen getroffen werden, Projekte bearbeitet werden, E-Mails beantwortet und Kontakte gepflegt werden. 24 Stunden.
7 Tage die Woche haben wir dazu Zeit. Was ist wichtig?Leiden Kinder wirklich unter Aufmerksamkeitsdefiziten oder haben sie nicht bereits das richtige Maß an Aufmerksamkeit für unsere schnelllebige Zeit entwickelt? Leiden nicht eher wir darunter, dass wir diese Geschwindigkeiten nur bedingt nachvollziehen können?
Aufmerksamkeit kann man nicht lernen. Man lebt sie.
Immer mehr Plattformen im Internet bieten immer mehr Möglichkeiten der Vernetzung, schaffen kreative Spielwiesen. Medien hatten immer schon die interessante Eigenschaft, in andere Lebensbereiche zurückzuwirken. Nun sind es die sprunghaften, vernetzten und mobilen Hypermedien.
Wir beginnen hyperlinked zu leben und zu lernen.
Wohlgemerkt: wir beginnen. Sind ganz am Anfang. Eigentlich sogar noch im Prolog. Wir schreiben das Vorwort. Ein Vorwort zu Kapiteln, die wir noch nicht kennen. Das ist die hohe Kunst der Improvisation. Wir erschaffen im Moment die Zukunft, die im nächsten Augenblick schon wieder veraltet ist.
Wir sind erstaunt über das Aussterben von Moden, Technologien und den Dinosauriern. Sehen dabei nicht, dass diese Tiere 160 Millionen Jahre auf der Erde lebten. Die Entwicklungsgeschichte des Homo Sapiens begann vor 120.000 Jahren. Sie läuft gerade heiß. Wir arbeiten und leben in Strukturen, die sich intelligente Menschen vor einigen hundert Jahren überlegten. Demokratische, staatliche, bürokratische Strukturen brauchen vor allem eins: Zeit. Zeit für die Verarbeitung von Informationen. Zeit für Entscheidungen. Zeit für die Gesetzgebung.
Wir haben alles, nur keine Zeit.
Noch sind wir physische Körper. Doch unsere Gedanken, unsere Bilder und Worte können jederzeit überall sein. Weggetragen von den Möglichkeiten unseres reisenden Wissens, kommen die alten Mauern der Bildungsinsitutionen ins Wanken. Universitäten werden zu Unternehmen. Unternehmen werden zu lernenden Organisationen. Wir versuchen Veränderungen durch bessere Adaptionen an die veränderte Umwelt habhaft zu werden. Adaption durch Lernen. Lernen als der Schlüssel zum Umgang mit Beschleunigung. Dabei erzeugt mehr Wissen mehr Technologie, schnellere Maschinen, höhere Mobilität, mehr Informationen im Internet. Hase und Igel. Ich bin schon da, ruft die Beschleunigung, wenn wir uns an die veralteten Umstände angepasst haben. Die Zeit läuft uns davon. Soll sie. Wir wollen spielen.
Spiele spielen.
Spielen. Flow. Kreatives Denken. Synomyme für das Menschsein. Spiele brauchen Regeln. Spielsteine. Karten. Ein Spielbrett. Oder: Einen Baum, ein Seil und Federn. Oder: Software, eine Tastatur, ein Headset und einen Monitor. Spiele brauchen Mitspieler.
Nach welchen Regeln will ich spielen und wo finde ich meine Mitspieler? Wo sich viel verändert, entstehen neue Möglichkeiten. Lücken. Innovationen. Freiräume für neue Spielformen. Neue Zeitformen. Spielen wir real-time oder rundenbasiert? Ja, wir können mit der Zeit spielen. Wollen wir beschleunigen? Schon fliegen wir! Wollen wir verlangsamen? Auf, in das Schweigekloster!
„Was will ich spielen?“ Die Kernfrage. Doch es gibt keine Antwort darauf. Auch keine Entscheidung für oder gegen ein Spiel. Wir haben keine Zeit mehr. Wir sind mitten drin im Spiel. Ich erspüre, was es braucht, um mitzuspielen. Ich kommuniziere was ich denke. Ich bekomme Reaktionen. Ich reagiere. Ich improvisiere. Improvisation meint dabei einen hochgradig kreativen, gemeinschaftlichen Prozess des zeitlich befristeten Wissenserwerbs.
Kein Anfang. Kein Ende.
Ja. So verläuft das wunderbare Dasein auf diesem schwerelos seine Bahnen ziehenden Planeten Erde. Plötzlich sind wir in dieser Welt, erfahren sie mit unseren Sinnen und fangen an mit ihr zu kommunizieren. Zu Lernen. Zu Wissen. Wir stellen als Kinder Fragen, bekommen Antworten. Immer mehr werden wir gefragt und müssen Antworten geben. Die Antworten, die andere hören wollen.
In einer Welt, in der alles möglich ist, wollen wir aber nicht die Antworten geben, die andere hören wollen, weil wir grundverschiedene Fragen in uns tragen. Wir erleben all diese Veränderungen um uns herum so verschieden, wie wir es als Menschen sind. Wir können uns kommunikativ darüber austauschen – verstehen werden wir uns nie. Wir können lernen, zu akzeptieren. Zu akzeptieren, dass wir nie alles wissen werden. Zu akzeptieren, dass andere Menschen anders denken. Zu akzeptieren, dass andere Menschen andere Ziele haben. Wenn wir das Leben in seinem Kreislauf akzeptieren lernen, in seinem kontinuierlichen Fluss erkennen, ohne Anfang und ohne Ende, so können wir das Einzige tun, was uns möglich ist: staunen und mit der unendlichen Vielfalt spielend spielend lernen. Es gilt, diese Vielfalt weiter zu entwickeln und dafür zu sorgen, dass die Menschen sie gemeinsam genießen können.
Foto (c) Medienmosaik 2008
Kinder lieben spielerische Beschleunigung - wir können nur ehrfurchtsvoll zuschauen.
Warum Kreativität auch gefährlich ist.
Politik und Wirtschaft rufen nach mehr Kreativität und Innovation. Nie standen uns so viele Möglichkeiten für kreative Handlungen zur Verfügung wie heute. Doch sind wir kreativ? H ält uns womöglich etwas davon ab, wirklich kreativ zu sein?
Wir sind es selbst. Wir haben Angst vor dieser gewaltigen Kraft.
Kreativität ist eine Urgewalt. Biblisch. Historisch.
Unberechenbar in ihren Auswirkungen.
Über Jahrhunderte haben wir Strukturen erschaffen, die uns in unserem Lernen, in unserer natürlichen Entwicklung von Kreativität immer mehr eingeschränkt haben. Dennoch haben wir Innovationen hervorgebracht. Automobilmotoren waren kreative Ingenieursleistungen. Biotechnologische Verfahrensweisen sind wissenschaftliche Innovationen. Die Demokratie oder der Sozialismus waren gesellschaftliche Innovationen. Stets war Kreativität beteiligt, wenn wir uns und unsere Technologien neu erschufen. Stets war Kreativität im Spiel, wenn wir neue Gefahren für die Menschheit entwickelten.Das Neue verdrängte das Alte. Zerstörte es in Teilen oder sorgte für neue Nutzungsmöglichkeiten. Nicht immer war das Alte nur schlecht. Nicht immer war das Neue nur gut.
Kreatives Lernen ist urwüchsig. Erschafft und zerstört. Unberechenbar.
Schule, Universitäten und andere lernende Organisationen.
Diese Urgewalt der Kreativität ist es auch, die alle bisherigen Reformversuche von Bildungseinrichtungen oder die Erfahrungen mit lernenden Organisation im Wirtschaftskontext so unzureichend erscheinen lässt.
Organisationen brauchen berechenbare Strukturen, Kontrollmöglichkeiten und Zielvorgaben. Wer wirklich kreativ handelt macht Fehler, entzieht sich jeglicher Kontrolle und tut etwas eigenes, etwas, was er oder sie von ganzem Herzen tun möchte.
Kunstvoll_Neues_Lernen
Wir stehen am Anfang. Tastend und suchend erforschen wir neue Formen der Kommunikation und des gemeinsamen Lernens. Das Internet verbindet. Warum wir mit der Welt vernetzt sein wollen, müssen wir allerdings selbst herausfinden. Lernen ist ein Gesellschaftsspiel geworden. Der Umgang mit Beschleunigung erfordert ein Maß an Kreativität, wie wir es (noch) nicht wieder frei gesetzt haben. Wir müssen lernen, neu zu denken, neu zu handeln, neu zu kommunizieren.
"Jeder Mensch ist ein Künstler." - Joseph Beuys.Wir werden kunstvoll_Neues_Lernen. Oder den Dinosaurier-Rekord im Verschwinden brechen.
Sie wollen zurück zum Spiel?
Oder zum Impro-Blog?
Sie können aber auch weiterlesen und -klicken:
Mehr zu den Themen kreatives Lernen und Improvisation:
Sir Ken Robinson über Kreatives Lernen
(Brillanter Vortrag eines der führenden Kreativitätsforscher)The GameChangers
(Amerikanischer Blog zum Thema "Improvisation im Business")Media, Arts and Education
(Blog zum Thema "Kreatives Lernen mit neuen Medien")Betriebswirtschaft und Improvisation (pdf.)
Creativity, Jazz and Improvisation (.pdf)
Martin Ciesielski hat 12 Jahre in IT-, Finanz- und Versorger-Unternehmen Management- und Trainingserfahrung gesammelt.
Nach einigen Monaten Forschungsaufenthalt über Innovationsmilieus im kalifornischen Silicon Valley führte es ihn zurück nach Berlin, wo er vor sechs Jahren eine Improvisationstheatergruppe gründete.
Zusammen mit der Diplom-Psychologin Vera Krick leitet er die Firma Medienmosaik® für Kunstvoll_Neues_Lernen.
Beratung, Training und Theater
Wenn Sie mehr über innovative Lernformen und kreative Formen der Zusammenarbeit in einer beschleunigten Welt erfahren möchten, würden wir uns freuen, Sie kennen zu lernen.
Wir erzählen gern von unseren Projekterfahrungen aus Schulen, Universitäten und Fachhochschulen. Wir tauschen gerne Erfahrungen über Lernprozesse in Unternehmen aus und stehen Ihnen mit Impulsvorträgen, Beratung und Trainings zur Seite.
Wir begleiten Sie und lernen mit Ihnen zusammen, was für Sie wichtig ist.
Vorträge:
- Kreativität und Improvisation in Teams und Organisationen
- Lernen im Internetzeitalter
- Neue Medien, Neues Lernen an Schulen und Hochschulen
- Intuition und Beschleunigung - Leben in einer beschleunigten Welt
Beratung:
- Innovation in der Organisation
- Changeprozesse als kontinuierliche Lern- und Kommunikationsprozesse
- Innovative Hochschuldidaktik und -lehrstrukturen
Training/Workshops:
- Kreative Kommunikationsformen - Methoden des Improvisationstheaters
- Präsentation und Visualisierung - Storytelling und Bildergeschichten
- Kostenlose Improvisationstheater-Workshops für Schülerinnen und Schüler,
für Studentinnen und Studenten auf Anfrage
Alle Veranstaltung und Beratungen werden durchgeführt von
Medienmosaik®
Moosdorfstraße 11
12435 Berlin
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Diplom-Betriebswirt (BA)
Martin Ciesielski M.A.
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