Improvisation im Management

Juli 28th, 2010

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Wen das AIN interessiert, er oder sie sich aber lieber zunächst lokal orientieren möchte - da sei an dieser Stelle die Xing Gruppe “Improvisation im Management” empfohlen. Diese Gruppe wurde von mir und Frederique Thiriet-Smith ins Leben gerufen. Dort sind mittlerweile über 200 impro-Interessierte Menschen aus der Wirtschaftswelt versammelt. Veranstaltungstipps, Fragenforen und Literaturtipps warten darauf, gefüllt, ergänzt und erweitert zu werden.

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Unverhofft kommt oft!

Juli 19th, 2010

Patricia Ryan Madson ist uns seit ihrem Auftritt bei google nicht mehr unbekannt. Ihr wundervolles kleines Alltags-Impro Buch “Impro Wisdom” ist nunmehr auch auf deutsch erschienen.  13 Strategien warten darin, auf den Alltag losgelassen zu werden.

Dabei ist besonders hervorzuheben, dass so schwierig zu beschreibende Impro-Begriffe wie “Akzeptieren” sehr schön pragmatisch umschrieben wurden (”Blicken Sie den Tatsachen ins Auge!”). Unter den glorreichen 13 finden sich natürlich auch “Sagen Sie ja”, “Nicht vorbereiten”, “Seien Sie durchschnittlich” und “Machen Sie bitte Fehler”. Besonders schön ist der ergänzte neunte Grundsatz : “Werden Sie sich ihrer Gaben bewusst.” Jeder hat was zu geben.

Angewandte Improvisation - Internationale Konferenz im September in Amsterdam

Juli 18th, 2010

Das AIN (Applied Improvisation Network - Netzwerk für Angewandte Improvisation) wurde ja bereits in einem früheren Beitrag vorgestellt.

Aus aktuellem Anlass möchte ich gerne auf die Konferenz im September in Amsterdam hinweisen. Vom 23.-26. September wird dort die internationales Creme de la Creme der Berater, Trainer, Coaches und Führungskräfte zusammenkommen, die mit Improvisationstechniken arbeiten.

Ich werde dort auch mit meinem wertgeschätzten Kollegen Andreas Benkwitz vor Ort sein - unsere Thema:

The Hero´s Journey - Reloaded. Auf nach Amsterdam!

Improvisation - mit improvisierter Gitarre!

Juli 18th, 2010

Mr Jack White - ehem. White Stripes - demonstiert in diesem wunderbaren kurzen Film, der der Dokumentation “It might get loud” entnommen ist, wie man sich eine elektrische Gitarre mit einfachsten Mitteln baut. Oder besser, wie man improvisiert, noch bevor man improvisieren kann. Die Improvisation zur Improvisation.

Die Philosophie der Improvisation

Juli 16th, 2010

Wer sich tiefer gehend mit Improvisation beschäftigen möchte, dem sei “The Philosophy of Improvisation” wärmstens empfohlen. Professor Gary Peters von der York St. John University seziert darin die Improvisation als Element in den Werken von Kant, Nietzsche, Adorno, Heidegger, Derrida, Deleuze und vielen anderen Philosophen und Improvisationskünstlern wie z.B. Keith Johnstone. Wie sehen diese großen Geister das Wesen der Improvisation? Schafft Improvisation Kunst? Braucht Sie dazu Kunst?

Wie auch immer die Kunst-Frage zu klären ist, Peters lässt LaDonna Smith mit einem wunderbaren Zitat zu Worte kommen, was Improvisation leisten kann und auch sollte: “The act of engaging in free-improvisation will become a liberator, and emancipator, for many people to touch into their emotional lives in a non-verbal and non-judgmental way. We must introduce this healthy way of life.” Ja, bei Improvisation geht es um Freiheit. Es geht um negative Freiheit als gemeinschaftliches Ideal. Improvisation schützt das Gemeinschaftliche, indem es Interaktionsräume schafft, in denen nicht in Bereiche der anderen eingedrungen wird, sondern diese akzeptiert werden. Dabei erzeugt sie im Einzelnen spontane, originelle, ja geniale mentale Energien. Aber auch Wettbewerb spielt in der Improvisation eine nicht zu unterschätzende Rollte. Am Ende steht jedoch eine Freiheit, erreicht duch ästhetische Schönheit, wie Kant oder Schiller sie herbei gesehnt haben. Ein hoffnungsvolles Buch “for a healthy living on impro.”

Lead the impro!

Juli 12th, 2010

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Meine Kollegin Gabriele Amann beschäftigt sich schon weit über zwanzig Jahren mit Improvisation. Vom Theater über Beratung bis hin zu Train-the-Trainer-Programmen reicht die Palette an Angeboten. Sie hat auf youtube eine schöne Slideshow plaziert, die ich an dieser Stelle nicht vorenthalten möchte ;)

Endliche und unendliche Spiele…

Juli 11th, 2010

Spätestens seit Stephen Nachmanovitch wissen wir, dass Improvisation als freies Spiel betrachtet werden kann. Ich muss gestehen, mich fasziniert diese Perspektive zunehmend. Ist es doch das Spiel, das uns in zunehmenden Alter abhanden kommt - siehe dazu auch den Beitrag von Ken Robinson!

Freies Spiel ermöglicht einen Grad an Kreativität, der in anderen Kontexten nicht erreicht werden kann - man denke z.B. an den Design Thinking Ansatz, der mit einem ganz klaren Business Nutzen einher geht.

James P. Carse unterscheidet dabei zwischen endlichen und unendlichen Spielen - wobei die unendlichen Spiele dem freien Spiel sehr nah stehen, wenn nicht sogar synonym zu fassen sind. Er macht in seinem Buch, das bereits in den 80er Jahren erschienen ist (was man wohl auch am Cover erkennt…), sehr spannende und erhellende Untersuchungen zwischen den endlichen Spielern, bei denen es immer Gewinner und Verlierer geben muss und den unendlichen Spielern, die dazu bereit sind, jederzeit neue Regelmöglichkeiten in den Raum zu stellen - Hauptsache, das Spiel geht weiter. Auch wenn es dann vermeintlich ein anderes ist. Ähnlich wie beim Impro geht es den unendlichen Spielern also darum, Angebote zu machen, Regeln zu brechen, mit dem Ziel, andere gut aussehen zu lassen. Welch spannender Wettbewerb. Wie würde unsere Welt wohl aussehen, wenn wir darum konkurrieren würden, den jeweils anderen gut aussehen zu lassen?

Die abschließenden Kapitel von Carse beschäftigen sich mit den Auswirkungen unserer endlichen Spiele auf die Natur, unseren Umgang mit den von uns konzipierten und erschaffenen Maschinen (besonders interessant in Hinblick auf das Internet in seiner heutigen Form zu lesen!) und die Frage nach neuen Spielen, die wir spielen könnten. Ein verspieltes, philosophisches und besonders in Zeiten der spielenden Finanzjongleure anregendes Buch!

Es ist ein Drama…

Dezember 17th, 2009

Was soll ich sagen: Je tiefer wir uns mit der Improvisation beschäftigen, umso mehr dringen wir in spirituelle Bereiche vor. Nicht nur Stephen Nachmanovitch sieht in der Improvisation ein spirituelles Erlebnis, auch Patricia Ryan Madson macht aus den Parallelen zum Zen Buddhismus keinen Hehl.

Umso erstaunlicher ist es, dass sich auch ein britischer Priester der Church of England dem Thema Improvisation angenommen hat. Samuel Wells sieht im Improvisationstheater ur-christliche Werte wiedergespiegelt. “Den anderen gut aussehen lassen” bis hin zu “Angebote machen” - sobald man sich die Begrifflichkeiten im Improvisationstheater einmal vor diesem Hintergrund auf der Zunge zergehen lässt, werden die Parallelen überdeutlich. Wells führt seine Gedanken zunächst von ethischen Fragen ausgehend hin zur Improvisation, die als dramatische Form das erzählende Element christlicher Theologie darstellt - zumindest wenn wir Wells folgen.

Darauf aufbauend bringt er zentrale Konzepte wie “Status”, “Annehmen und Blockieren”, “Geben und Geschenke” als Merkmale der Improvisation wie auch des christlichen Glaubens. Dabei sieht er in der Improvisation gleichzeitig die einmalige Gelegenheit, christliche Werte und narrative Überlieferungen aus der Bibel mit neuem Leben zu füllen. Eine sehr spannende Sicht auf das Wesen der Improvisation - über philosophische Fragen hinaus in die religiöse und spirituelle Sphäre hinein. Ein anregendes Buch, dass uns mit unserer kulturellen Herkunft konfrontiert.

Patricia Ryan Madson über Improvisation im Alltag

Dezember 10th, 2009

The Applied Improvisational Network

Juli 2nd, 2009

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Für alle, die es noch nicht kennen: das AIN ist ein internationales Netzwerk für angewandte Improvisation. Angewandt meint in diesem Zusammenhang speziell den Business- und Management-Kontext. Hier findet man Konferenzen, lokale Austauschpartner, interessante Projekte und Gleichgesinnte. Will heißen: Improvisation ist ein globales Phänomen. Es gibt kein Zurück mehr. Die Welle rollt an. Halten wir uns fest - im AIN.