Wen das AIN interessiert, er oder sie sich aber lieber zunächst lokal orientieren möchte - da sei an dieser Stelle die Xing Gruppe “Improvisation im Management” empfohlen. Diese Gruppe wurde von mir und Frederique Thiriet-Smith ins Leben gerufen. Dort sind mittlerweile über 200 impro-Interessierte Menschen aus der Wirtschaftswelt versammelt. Veranstaltungstipps, Fragenforen und Literaturtipps warten darauf, gefüllt, ergänzt und erweitert zu werden.
Patricia Ryan Madson ist uns seit ihrem Auftritt bei google nicht mehr unbekannt. Ihr wundervolles kleines Alltags-Impro Buch “Impro Wisdom” ist nunmehr auch auf deutsch erschienen. 13 Strategien warten darin, auf den Alltag losgelassen zu werden.
Dabei ist besonders hervorzuheben, dass so schwierig zu beschreibende Impro-Begriffe wie “Akzeptieren” sehr schön pragmatisch umschrieben wurden (”Blicken Sie den Tatsachen ins Auge!”). Unter den glorreichen 13 finden sich natürlich auch “Sagen Sie ja”, “Nicht vorbereiten”, “Seien Sie durchschnittlich” und “Machen Sie bitte Fehler”. Besonders schön ist der ergänzte neunte Grundsatz : “Werden Sie sich ihrer Gaben bewusst.” Jeder hat was zu geben.
Das AIN (Applied Improvisation Network - Netzwerk für Angewandte Improvisation) wurde ja bereits in einem früheren Beitrag vorgestellt.
Aus aktuellem Anlass möchte ich gerne auf die Konferenz im September in Amsterdam hinweisen. Vom 23.-26. September wird dort die internationales Creme de la Creme der Berater, Trainer, Coaches und Führungskräfte zusammenkommen, die mit Improvisationstechniken arbeiten.
Ich werde dort auch mit meinem wertgeschätzten Kollegen Andreas Benkwitz vor Ort sein - unsere Thema:
The Hero´s Journey - Reloaded. Auf nach Amsterdam!
Mr Jack White - ehem. White Stripes - demonstiert in diesem wunderbaren kurzen Film, der der Dokumentation “It might get loud” entnommen ist, wie man sich eine elektrische Gitarre mit einfachsten Mitteln baut. Oder besser, wie man improvisiert, noch bevor man improvisieren kann. Die Improvisation zur Improvisation.
Meine Kollegin Gabriele Amann beschäftigt sich schon weit über zwanzig Jahren mit Improvisation. Vom Theater über Beratung bis hin zu Train-the-Trainer-Programmen reicht die Palette an Angeboten. Sie hat auf youtube eine schöne Slideshow plaziert, die ich an dieser Stelle nicht vorenthalten möchte
Für alle, die es noch nicht kennen: das AIN ist ein internationales Netzwerk für angewandte Improvisation. Angewandt meint in diesem Zusammenhang speziell den Business- und Management-Kontext. Hier findet man Konferenzen, lokale Austauschpartner, interessante Projekte und Gleichgesinnte. Will heißen: Improvisation ist ein globales Phänomen. Es gibt kein Zurück mehr. Die Welle rollt an. Halten wir uns fest - im AIN.
Wer ihn schon einmal live erlebt hat weiß: dieser Mann ist gelebte Improvisation! Ich hatte das Vergnügen ihn auf einem Vortrag in der Berliner Urania zu sehen. Er war auf Tour, um die deutsche Übersetzung seines Buches “Free Play” zu promoten. “Das Tao der Kreativität”, so der deutsche Titel, ist ein improvisiertes Buch, dass in zwölf Jahren harter Arbeit entstanden ist. Man merkt ihm förmlich an, wie jeder Satz, jedes Wort auf seinen Wertgehalt geprüft worden sein muss. Zenhaft auf das Wesentliche reduziert ist es für mich mit Abstand DAS Buch über Improvisation im Leben und in der Kunst. Stephen Nachmanovitch ist ein Freigeist, der weiß, dass Improvisation jedem, der sie betreibt ein unglaubliches Maß an Freiheit schenkt. Und damit auch Verantwortung überträgt. Für sich und alle Menschen, denen man mit der Improvisation etwas schenken kann.
Schon ein wenig her, aber immer noch aktuell und sehr schön anzusehen.
Im Oktober 2008 trafen sich die deutschen Jazzgrößen John Goldsby, Manfred Schoof, Frank Chastenier, Sabine Kühlich und der klassische Pianist Michael Rische bei Scobel auf 3Sat.
Neben spannenden Diskussion zwischen den Gästen darüber, was Improvisation eigentlich ausmacht und wie sie das Leben bereichert, kommt auch Stephen Nachmanovitch in einzelnen Einspielungen zu Wort!